[NOMMW] Aufruf: Nazis den Rest geben 05.09.2018 | 18 Uhr | GÄNSEMARKT

„Am ersten Mittwoch im September wollen erneut alte und neue Nazis gemeinsam mit Althools, Patriot*innen,  AfD-Mitgliedern und Verschwörungstheoretiker*innen in Hamburg auf der Straße zusammenkommen. Seit einigen Jahren ist dieser Schulterschluss deutschlandweit zu beobachten. Unter dem Motto „Merkel muss weg!“ wurden schon seit Beginn dieses Jahres Kundgebungen an verschiedenen Orten in der Hamburger Innenstadt abgehalten. Dabei dient ihnen ihr Motto vor allem als Chiffre um gegen Migrant*innen, offene Grenzen, Geschlechtervielfalt und eine solidarische Gesellschaft zu hetzen. Die Zahl der Teilnehmer*innen schwankte dabei zwischen 80 und 300 Personen. Einer der führenden Köpfe ist der bekannte Neo-Nazi Thomas Gardlo, ehemaliger Personenschützer von Ronald Schill und Kampfsporttrainer des hiesigen Ablegers der „Identitären Bewegung“. Gardlo fungiert als eine Schnittstelle zwischen den verschiedenen rechten Spektren in Hamburg und ist maßgeblich an der Organisation der Versammlungen beteiligt.

Große Proteste von Antifaschist*innen konnten die Kundgebungen in der Vergangenheit zwar stören, aber vor allem aufgrund eines massiven Polizeiaufgebots bisher nicht verhindern. Sowohl das Bereitstellen von Sonderzügen des HVV und der Hochbahn als auch gewalttätige Angriffe seitens der Polizei gegenüber Gegendemonstrant*innen ermöglichten es den Nazis ihre menschenfeindliche Ideologie zu verbreiten. Während also die Verantwortlichen der Stadt logistische Beihilfe leisteten, kamen fast wöchentlich um die tausend Menschen zusammen, um deutlich zu machen, dass Nazis in Hamburg und auch sonst nirgendwo einen Platz haben sollten.

Nach einer dreimonatigen „Sommerpause“ soll es nun am 5. September weiter gehen. Das Konzept der stationären Versammlung der Rechten schafft ein Szenario, dass es der Polizei leicht macht, diese zu schützen und Gegenproteste weitgehend abzuschirmen. Dennoch wollen wir es ihnen so schwer wie möglich machen und ihre Propaganda umzingeln, blockieren und sabotieren.

Wir fordern alle, die sich den Nazis in den Weg stellen wollen, dazu auf, sich am Mittwoch, den 5. September, ab 18 Uhr am Gänsemarkt einzufinden. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass sie ihre Kundgebung nicht wie gewünscht abhalten können. Schließt euch uns an die Wege und Zugänge rund um die Kundgebung dichtzumachen, seid laut und passt aufeinander auf! Bildet Bezugsgruppen, lasst eure Handys zu Hause, bringt Transparente und alles was laut ist, mit!

Für eine solidarische Gesellschaft!

Kampagne Antifaschistischer Mittwoch

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.